Ubuntu Update from 9.04 ( Jaunty Jackalope ) to 9.10 ( Karmic Koala )

I finally took the courage of updating to the latest Ubuntu release on my PCs and notebooks. Major upgrades always bear a risk of incompatibilities of installed components. So I decided to wait one month after the new version of Ubuntu was released, in order to wait for possible problems to be solved by the developing team meanwhile. Long story short:

* Core2Duo custom PC: like charm
* Sony Vaio VGN-F221E (work): no problems, except Exim4 denied to work out of the box and Firefox has some display errors
* Samsung NC10 Netbook: Ubuntu Netbook Remix. No fuss, except hotkeys don’t work

Benefits: See the technical feature list

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In die Zeit geschaut

Heute fand ich ein wenig Zeit in der ZEIT von vorletzter Woche zu blättern. Dabei bin ich auf ein sehr interessantes Dossier von Roman Pletter zum Thema Lesen gestoßen, in dem eine signifikante Abnahme der Lesekultur in Deutschland erörtert wird. Die jungen Leute lesen zu wenig, und wenn, dann hauptsächlich Onlineinhalte – und da nur die Überschriften, mehr nicht. Hierzulande ist es vermutlich genau so. Laut dem Artikel verbringen über 50-Jährige täglich etwa 45 Minuten mit der Lektüre ihrer Tageszeitung. Wenn man davon ausgeht, dass Onlineleser sich ebenfalls auf einer bevorzugten Nachrichtenseite informieren, dann ist die verbrachte Zeit deutlich geringer. Der durchschnittliche Spiegel Online-Leser verbringt nämlich nur [37 Minuten pro Monat in dem Nachrichtenportal]. Im Vergleich dazu beschäftigen sich die meisten Surfer lieber mit Onlinevideos. Laut einer Studie, haben sich nämlich die [36 Millionen Internetuser aus Deutschland allein im August 6 Milliarden Videos auf Youtube und co angesehen]. Einer schnellen Überschlagsrechnung zufolge, ergibt das einen Durchschnitt von 166 Videos pro User pro Monat. Bei drei Minuten pro Video sind das ca. 8.3 Stunden Video pro Monat. Dass das Web eher mit dem Fernsehen konkurriert als mit der Literatur, ist jedoch wenig überraschend.

Obwohl ich mich selbst zu den Viellesern zähle, gab mir der Artikel zu denken, da ich ebenfalls einer von jenen bin, die mehr und mehr Online lesen – mit interessanten Folgen.

Jedes non-lexikale Printwerk wird sequentiell, von vorne bis hinten, gelesen. Es gibt keine alternativen Pfade durch dieses Medium. Der Autor gibt die Informationsfolge vor, der Leser folgt. Ganz anders verhält es sich bei Onlinemedien. Hier herrscht die [Dikatur des Lesers]. Durch die direkt in den Text integrierten Links ergibt sich eine Fülle von alternativen Lesepfaden, die von der Sequenz einer Seite abweichen und gerade zu verleiten, das aktuelle Dokument zu verlassen. Am schlimmsten äußert sich diese Möglichkeit und ihre Tücken bei der Lektüre von stark verlinkten Seiten wie Wikipedia. Gerade liest man noch einen Eintrag über den eigentlich gesuchten Begriff und findet sich – 4 Klicks und 20 Sekunden später- bei einem völlig anderen Themengebiet wieder, das in jenem Moment wesentlich interessanter erscheint als die ursprünglich angestrebte Information. So war es zum Beispiel heute überhaupt keine Schwierigkeit, vom gesuchten Artikel über das Barwertmodell (Investition und Finanzierung) innerhalb nur weniger Klicks im Themenbereich des organisierten Verbrechens zu landen.

Mein persönlicher Eindruck ist eindeutig: Das Internet hat mein Leseverhalten nachhaltig verändert. Bücher und Zeitungen wird es trotzdem nie verdrängen. Zum Lesen gehört mehr. Das Geräusch des Papiers und die Art und Weise, wie es sich anfühlt. Man kann Bücher auch wundervoll ins Regal stellen und sich damit brüsten, den ein oder anderen (technischen) Schinken gelesen zu haben. Bücher sind die schönsten aller Staubfänger und Bücherläden die einzigen Konsumtempel, in die ich furchtbar gerne gehe. An Büchern fehlt mir höchstens eine Suchfunktion. Vielleicht ließe sich da was erfinden.

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