Vom Patscherkofel via Zirbenweg auf die Viggarspitze, zur Glungezerhütte und via Tulfeinjöchl zur Tulfeinalm

Mit dem Zirbenwegticket (21€ inkl. Bustransfer) kommt man (wie bereits beschrieben) sehr bequem auf den Patscherkofel. Von dort geht es entlang dem sehr angenehmen Zirbenweg Richtung Osten. Am Wochenende ist dieser Weg sehr überlaufen, unter der Woche war es jedoch erwartungsgemäß sehr ruhig. Nach etwa drei Kilometern des leichten Auf-und- abs erreicht man eine Abzweigung, auf der die Glungezerhütte ausgeschrieben ist. Der Weg wird schmäler und auch etwas steiler, dafür aber auch schöner, denn man wandert über große Steinplatten, die vom Latschengewächs sehr schön eingerahmt werden.

glungetzer-karte

Nach einem weiteren Kilometer erreicht man die Viggarspitze, deren Gipfelkreuz weithin sichtbar ist. Ein serpentinenartiger Steig führt einen recht Steil zum Gipfel, der sich in 2305m Seehöhe befindet. Der Ausblick ist phänomenal, man überblickt das gesamte Inntal, die Nordkette, Innsbruck natürlich aber auch den Patscherkofel und den Stubaier Gletscher. Nach kurzer Rast kann man den Gipfel auch in Richtung Süden wieder verlassen, was jedoch ein wenig Trittsicherheit abverlangt. Entlang eines sehr schönen Weges über Wiesen erreicht man wieder den Ursprünglicben Pfad zum Glungezer. Diesem folgt man weitere 3 Kilometer bis man nach einem doch recht anstrengenden Anstieg die Glungezerhütte erreicht. Dabei handelt es sich um die höchste ÖAV Hütte Nordtirols. Die Hütte schmiegt sich spektakulär an den Berg und auch hier hat man einen fantastischen Ausblick, befindet sich die Hütte doch auf 2610m Höhe. Zur Stärkung gabs Glungezer-Spaghetti à la Kathmandu, die man empfehlen kann. Auch zum Glungezer Gipfel ist es nicht mehr weit.

Glungezer wird als “Glúnggezer” ausgesprochen, mit kurzem “u” und mit Doppel-gg. Der Name Glungezer bedeutet “unter Felsblöcken dahinfließendes ‘glucksendes’ Wasser” –  Schmelzwasser, das “gluggezen tut” (Lautmalerei)

Der Glungezer trägt also einen “Wassernamen, der zum Gipfel hinaufgewandert ist”, wie es die Namensforscher nennen.

(Quelle)

Nach einem prüfenden Blick auf unsere Wadeln, hätte uns der Hüttenwirt zwar am liebsten über den Steig herunter geschickt, wir haben uns aber dennoch für die gemütlichere Variante über den Panoramasteig gewählt und uns wieder nach unten gearbeitet, Hier wären Wanderstöcke doch empfehlenswert gewesen, es geht doch etwas in die Knie. Parallel zum Zirbenweg gelangt man dann letzendlich zur Tulfeinalm, hinter der sich der Schlepplift (Glungezer Sektion 2) der sich im Sommer zu einem etwas abenteuerlichen Einersessellift wandelt, befindet.

tulfein

Mit diesem Gelangt man nach einer beschaulichen Fahrt zum Doppelsessellift, der einen schlussendlich ins Tal nach Tulfes befördert. Von dort gilt es nur noch den Wanderbus Richtung Igls zu erwischen, der einen wieder an den Ausgangspunkt zurückbringt.

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