Der Grawa-Wasserfall im Stubaital

Da das Stubaital für mich bisher beinahe unbekanntes Terrain darstellte, bin ich neulich kurzerhand bis nach Ranalt gefahren. Dort beginnt nämlich der Wilde Wasser Weg, dem man sehr bequem entlang der Ruetz folgen kann. Der Wanderweg ist eher ein Spaziergang, aber sehr nett gestaltet. Kurz nach Ranalt befindet sich hier der Parkplatz der Bsuchalm, etwas weiter befindet sich ebenfalls ein größerer Parkplatz. Vom Parkplatz der Bsuchalm überquert man dir Straße und folgt dem ausgeschilderten Wanderweg, der sich nach kurzer Strecke hin zu einem Platz mit kleinem Wasserfall und Sonnenliegen hin öffnet, der sogenannten WildeWasserArena. Weiter geht es dann entlang des WildeWasserWeges auf Plattformen und Stegen, von denen aus man reißende Stromschnellen betrachten kann, bis zur Tschangelair Alm (1390m). Man überquert die Straße und wandert weiter entlang des sehr gepflegten Weges und erreicht nach insgesamt ca. 1.5h den eindrucksvollen Grawa Wasserfall und die Grawa Alm. Der Grawa Wasserfall ist der breiteste Wasserfall der Ostalpen und stellt ein Naturdenkmal dar, das sich zu sehen lohnt.

 

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Schlossbachklamm

Die Schlossbachklamm ist einer der vielen schönen Schluchten in der Nähe von Innsbruck. Wer schon einmal mit der Mittenwaldbahn bzw. Karwendelbahn nach Bayern (oder gleich ins Außerfern) gefahren ist, kennt die atemberaubende Bahnstrecke, die sich durch die nördlichen Kalkalpen schlängelt. Die Schlossbachklamm befindet sich zwischen Leithen und Hochzirl und ist sehr leicht erwanderbar. Ausgehend von der Station Leithen unterquert man die Bahntrasse durch eine Unterführung und findet sich auf einem Forstweg wieder. Diesem folgend, landet man auf einem gut beschilderten Steig. Leider ist dieser sehr über einem Jahr (Stand Juni 2016) bis auf weiteres gesperrt, wie eine Anfrage beim Seefelder Tourismusverband ergab:

Das letztjährige heftige Unwetter im Juni war der Auslöser für die Sperre der Schlossbachklamm. Man hat damals versucht den Weg wieder herzurichten (entwurzelte Bäume und große Felsbrocken wurden entfernt) um ihn soweit gefahrlos begehbar zu machen, leider ohne Erfolg. Es kam immer wieder zu Hangrutschungen. Die Klamm musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden! Euch heuer hat sich die Situation durch die starken Regenfälle nicht gebessert, die Schlossbachklamm bleibt weiterhin gesperrt, wer durchgeht macht dies auf eigene Gefahr!

Aus diesem Grund sollte die Klamm ausschließlich bei Schönwetter besucht werden. Von Leithen nach Hochzirl sind es lediglich 4.5 km (300hm) und die Wege sind sehr gut ausgeschildert.

 

 

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Bergiselschanze

Das vermutlich bekannteste Wahrzeichen Innsbrucks ist die 50m hohe Bergiselschanze. Das von der leider kürzlich verstorbenen Star-Architektin Zaha Hadid entworfene Bauwerk wurde das 2003 fertig gestellt. Am Bergisel ist man schnell, nach nur wenigen Serpentinen zu Fuß erreicht man das Bergisel Areal, auf dem sich das Tirol Panorama, das Andreas Hofer Denkmal sowie das Kaiserjägermuseum befinden. Der Eintritt zur Schanze ist vergleichsweise human (9,5€ (Einheimische 8,5€)), ab zwei besuchen lohnt sich die Jahreskarte. Zur Schanze selbst führt ein Lift, mit dem man bequem den Schanzentisch sowie das Restaurant erreicht. Mit etwas Glück kann man den Skrispringern beim Training zusehen, und zwar auch im Sommer. Am Runterweg in die Stadt empfiehlt sich ein Besuch beim legendären Kulturgasthaus Bierstindl.

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Von Igls über Heiligwasser und die Lanser Alm auf den Patscherkofel

Der Ort Igls liegt auf 870m Höhe direkt am Fuße des Patscherkofels und ist innerhalb weniger Minuten mit dem Bus (Linie J) vom Innsbrucker Zentrum aus zu erreichen. Wer es schafft die Patscherkofelbahn vorerst zu ignorieren und dahinter dem Weg zu folgen, der erreicht ein idyllisches Wandergebiet mit vielen Variationen rund um den Innsbrucker Hausberg. Folgende Karte verschafft einen Überblick.

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Das sogenannte Heilig Wasser verbindet das sakrale mit dem gastronomischen und bietet einen schönen Ausblick über die Stadt aus 1240m Seehöhe. Die Wanderung dorthin ist kurz (ca. 30 Minuten) und der Weg zu Heilig Wasser ist sehr gut ausgeschildert. Weiter gehts Richtung Lanser Alm (weitere 1.5h), die sich auf 1735m Seehöhe befindet und sehr schön hergerichtet ist. Als Knödelkenner beurteile ich selbige als gut. Der Weg dorthin ist hier beschrieben und hier sind die Koordinaten auf einer Karte.

Nach der Stärkung ging es weiter Richtung Patscherkofel (2246m), der Innsbruck vom Süden her überragt und mit seiner markanten Antenne quasi ein Wahrzeichen der Stadt ist. Der Sendeturm ist 50 Meter hoch und überträgt neben ORF Signalen auch weitere Radio und TV Sender sowie den Flugfunk. Außerdem befindet sich dort eine Radaranlage der Austro-Control. Auf diesem letzten Abschnitt durchquert man Zirbenwälder und überschreitet viele kleine Bäche. Weiter oben weichen die Zirben den Latschen und die Landschaft wird beinahe mondähnlich und erinnerte mich stellenweise an Island, denn die farbigen Flechten erzeugen eine ganz eigene Struktur. Der kleine Weg durch die Latschen am Gipfel war gar nicht so leicht zu finden und kann sich dann doch auch etwas ziehen. Der Ausblick über Innsbruck, in das Wipptal, Stubaital und Inntal entschädigen jedoch für den Aufstieg. Abwärts ging es dann über den Fahrweg in ca 35 Minuten zur Bergstation der Patscherkofelbahn. Um es dann doch nicht zu übertreiben und den aufgrund des Schlechtwetters und den dadurch ausbleibenden Besucherströmen darbenden Liftbetrieb zu unterstützen, bin ich dann mit der Bahn um wohlfeile 13.8€ ins Tal gefahren.

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Mühlauer Klamm

Ausgehend vom Innsbrucker Zentrum erreicht man in kürzester Zeit die schönsten Flecken und findet sich sehr schnell in der Natur wieder, was eindeutig zu den Vorteilen der Landeshauptstadt zählt. Wenn man entlang der Innpromenade vorbei am Hofgarten Richtung Osten geht und den Hans-Psenner-Steg (laut Google allerdings Weiherburgsteg) quert, erreicht man den Heinrich-Süß-Weg, der auch zum Alpenzoo führt. Man kann dort auch auf den sogenannten Mühlau Trail (Laufstrecke 16) einsteigen und diesem entlang der Beschilderung folgen.

Der Weg führt dann vorbei am alten jüdischen Friedhof durch dichten Wald bis in den Ortsteil Mühlau. Dort befindet sich auch das Trinkwasswerk Mühlau, das hauptverantwortlich für die Wasserversorgung der Landeshauptstadt ist. Das selbe Wasser wird dort auch zur Stromerzeugung genutzt (6MW) und somit effizient verwendet. Am Gelände der IKB befindet sich auch eine große Photovoltaikanlage, die Strom für 70 Haushalte erzeugt.

Gleich neben dem Kraftwerk befindet sich der Eingang zur Mühlauer Klamm. Weiter Beschreibungen für Wanderwege finden sich hier und hier.

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